Interview mit Riccarda Ruetz zur Naturrodelbahn Igls
  • TRV
  • Interview mit Riccarda Ruetz zur Naturrodelbahn Igls

Interview mit Riccarda Ruetz zur Naturrodelbahn Igls

Du hast mit der Naturrodelbahn im Kühtai deine Heimstrecke direkt vor der Haustüre. Was bedeutet es für dich, nun auch in Innsbruck/Igls eine wettbewerbsfähige Naturbahn quasi vor der Haustüre zu haben?

Riccarda Ruetz: Eine weitere Trainingsstrecke in der Umgebung zu haben, ist ein sehr positiver Input für mein Training und generell für meine Weiterentwicklung. Jede Bahn hat ihre eigene Charakteristik und eine neue Strecke sollte mir hoffentlich bei der Vorbereitung für die neue Saison und auch in der Saison trainingstechnisch helfen. Aufgrund der kurzen Anreise kann ich mehr aus meinen Trainingstagen herausholen und wenn möglich auch mehrere Trainingseinheiten einbauen.

 

Nach den beiden Heim-Weltmeisterschaften 2021 in Umhausen und 2025 im Kühtai findet bereits zum dritten Mal innerhalb weniger Jahre eine Alpinrodel-WM in Tirol statt. Was bedeutet es für dich, erneut vor heimischem Publikum um einen WM-Titel kämpfen zu können?

Zuhause und mit viel Unterstützung von meinen Liebsten fühle ich mich am wohlsten. Es gibt mir Kraft und Selbstvertrauen. Zwar ist meine Familie auch bei den meisten „Auswärtsrennen“ dabei, aber in meiner Heimat macht Rodeln einfach am mehr Spaß.

 

Mit Evelin Lanthaler hat eine deiner langjährigen italienischen Konkurrentinnen nach der WM 2025 ihre Karriere beendet. Verändert das etwas an der Ausgangslage für dich – und wie gehst du mit der Erwartung um, in Innsbruck/Igls Weltmeisterin zu werden?

Ich werde mich weiterhin ganz klar auf meine Leistung konzentrieren und an meinen Fähigkeiten arbeiten. Die beste Herangehensweise, gut in die Saison starten und später top vorbereitet zur Heim-WM in Innsbruck-Igls anreisen zu können. Meine Erwartungen an mich selber sind, wie bereits gesagt, mein Bestes zu geben und mein Können zu zeigen.

 

Erstmals finden die Weltmeisterschaften im Kunstbahn- und Alpinrodeln zeitgleich am selben Ort statt. Wie beurteilst du diese Kombination, und was erwartest du dir von dieser besonderen WM – sportlich und für den Rodelsport insgesamt?

Ich freue mich riesig auf die Doppel-WM, die mehr Spektakel und Spannung bietet. Meine Sportart ist eine Randsportart und ich hoffe, dass mit einer solchen Veranstaltung mehr mediale Aufmerksamkeit, Anhänger, Sportler und Fans generiert werden können. Ich hoffe nur noch auf gutes „Rodelwetter“ und dann sollte es sich auch generell positiv auf den Alpin-Rodelsport auswirken.

 

Auf der neuen Naturrodelbahn in Innsbruck/Igls steht offenbar weniger die reine Geschwindigkeit als vielmehr Fahrtechnik und Linienwahl im Vordergrund. Kommt dir dieser Bahncharakter entgegen, oder fühlst du dich auf schnellen Highspeed-Bahnen wohler?

Ich bin ein großer Fan von technisch anspruchsvollen Bahnen und deshalb würde es mich freuen, wenn sich die fertige Bahn dann als eine solche herausstellt. Laut Plan soll sie für viel Aktion und Spannung sorgen.

 

Wenn du an Innsbruck/Igls denkst: Was spricht aus deiner Sicht für dich – die Heimkulisse, die Bahn oder deine Erfahrung?

Ich freue mich auf diese Heim-WM und ich hoffe einfach, vor einer tollen Kulisse mein Bestes geben zu können. Ob mir die Bahn liegen wird, wird sich zeigen und von Erfahrung zu sprechen ist schwer, da ich mich mit 22 auch noch nicht wirklich zu den erfahrenen Athleten zählen würde.

Zurück

Copyright © Tiroler Rodelverband