Doppel-WM auf der Zielgeraden: Jetzt steigt die Spannung
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Doppel-WM auf der Zielgeraden: Jetzt steigt die Spannung

Was zunächst als ambitionierte Vision begann, nimmt nun konkrete Formen an: ÖRV-Präsident Markus Prock hatte die Idee, 2027 eine Doppel-Weltmeisterschaft in Innsbruck-Igls auszutragen und damit ein Stück Rodelgeschichte zu schreiben. Doch zwischen einer guten Idee und ihrer Umsetzung liegt bekanntlich ein weiter Weg. Vor allem braucht es starke Partner, politische Unterstützung und die notwendigen finanziellen Mittel.

Ein steiniger Weg zur Heim-WM

Doch der Weg dorthin verlief alles andere als reibungslos. Zunächst sorgte die gescheiterte Homologierung des Eiskanals Ende des vergangenen Jahres für Unsicherheit. Anschließend entfachten die Diskussionen rund um die neue Naturrodelbahn am Fuße des Patscherkofels weitere Kontroversen. Das Projekt musste einige Herausforderungen meistern – und stand zwischenzeitlich durchaus unter Druck. Mittlerweile haben die Verantwortlichen die entscheidenden Hürden genommen. Die Vorbereitungen liegen im Zeitplan: Mitte November soll der Eiskanal seine finale Homologierung erhalten, auch die Bauarbeiten an der Naturrodelbahn befinden sich in der Abschlussphase.

Damit wird aus einer zunächst gewagten Vision zunehmend Realität. Für den Österreichischen Rodelverband beginnt nun die entscheidende Phase: Eine Doppel-Weltmeisterschaft vor heimischem Publikum ist nicht nur eine organisatorische Herausforderung, sondern auch eine große sportliche Chance. Die Trauben hängen hoch – und die rot-weiß-roten Hoffnungen sind entsprechend groß.

Ambitionierte Ziele und große Vorfreude im österreichischen Rodellager

Eine Heim-Weltmeisterschaft ist Segen und Fluch zugleich: Einerseits sorgt das Publikum vor der eigenen Haustür für zusätzliche Motivation, andererseits steigen auch die Erwartungen und der Erfolgsdruck. Wie groß die sportlichen Ambitionen im österreichischen Rodellager sind, wurde bei der heutigen Pressekonferenz deutlich. In insgesamt elf Entscheidungen werden auf der Kunstbahn und der Naturrodelbahn WM-Medaillen vergeben. Die rot-weiß-roten Hoffnungen sind dabei durchaus ambitioniert.

„Unser Ziel ist ein Stockerlplatz in jeder Disziplin“, gibt ÖRV-Präsident Markus Prock die Richtung vor. Gleichzeitig mahnt er zur realistischen Einschätzung: „Dazu haben wir gute Chancen, doch bin ich lange genug im Geschäft, um zu wissen, dass im Sport viel passieren kann.“ Auch bei den Athleten ist die Vorfreude auf das Heimspiel groß. Für Wolfgang Kindl wird es bereits die zweite Weltmeisterschaft vor heimischem Publikum. „Umso mehr freue ich mich und bin dankbar, dass ich immer noch starten kann!“, betont der Weltmeister. Kaum erwarten kann die Weltmeisterschaft auch Riccarda Ruetz. Die Gesamtweltcupsiegerin 2026 und Vizeweltmeisterin 2025 im Alpinrodeln weiß bereits, wie besonders ein Heimrennen sein kann. Bei der Weltmeisterschaft 2025 im Kühtai sicherte sie sich vor heimischer Kulisse die Silbermedaille. „Ich kann es kaum erwarten, bis es losgeht. 2025 konnte ich bei der Weltmeisterschaft im Kühtai die Silbermedaille gewinnen und weiß daher, wie es sich anfühlt, zu Hause zu starten“, freut sich Ruetz.

Damit ist die Marschrichtung klar: Österreich will die Heim-WM nicht nur als Gastgeber genießen, sondern auch sportlich kräftig mitmischen. 

Eine Wintergala im Zeichen des Rodelsports

Sportliche Höchstleistungen auf den Bahnen, ausgelassene Stimmung im Zielgelände und ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm: Die Doppel-Weltmeisterschaft in Innsbruck-Igls soll nicht nur sportlich, sondern auch abseits der Wettkampfstätten zu einem unvergesslichen Erlebnis werden. Die Planungen für eine dreitägige Wintergala am Fuße des Patscherkofels laufen bereits auf Hochtouren. Ziel ist es, den Rodelsport gebührend zu feiern und die WM zu einem besonderen Winterhighlight für Athleten, Fans und Gäste zu machen.

 

 

 

 

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